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REDAKTEUR: Alexslider

 
 

DER MÄCHTIGE

Captain Jean-Luc Picard kommt an Bord der U.S.S. Enterprise 1701-D. Das gegenwärtige Ziel ist Deneb IV. Hinter Deneb IV befindet sich der unbekannte Teil der Galaxis. Sein Autrag ist es, die dort befindliche Farpoint Station zu überprüfen, ob sie von der Föderation angenommen werden kann. Dem Schiff fehlt noch ein erster Offizier, doch Commander Riker wartet bereits auf Deneb IV.

 

Plötzlich empfängt Counselor Deanna Troi auf der Brücke merkwürdige Gedanken. Sie ist eine Halb-Betazoidin und damit telepathisch veranlagt. Sie kann die Gefühle und Gedanken der Personen in ihrer unmittelbaren Umgebung aufspüren. Da entsteht auch schon ein Kraftfeld um das Schiff. Data, ein Androide und doch Sternenflottenoffizier, erklärt, dass es sich aber auch um eine massive Materie handeln könnte. Es ist nicht eindeutig bestimmbar.

 

Da erscheint plötzlich eine Gestalt in Form eines Edelmanns auf der Brücke. Er behauptet, die Menschheit sei schon zu weit ins All vorgedrungen. Sie sollten in ihr eigenes Sonnensystem zurückkehren. Er behauptet sein Name sei Q. Eine der jungen Nachwuchsoffiziere an der CON versucht sich gegen Q zu wehren. Der gefriert ihn sofort ein. Q droht, dass er alle töten werde, wenn man nicht umkehre.

Der Fremde verwandelt sich in einen Militäroffizier des 20. Jahrhunderts, und behauptet, die Menschen wären wilde, gefährliche Kinder, die nur vernichten können. Picard wehrt sich und behauptet, dass ist schon sehr lang her. Da verwandelt Q sich in einen der Soldaten der postatomaren Schreckenszeit. Diese Soldaten waren drogenabhängig, um die Leiden des Krieges besser zu verdrängen. Zu dieser Zeit waren die Menschen wieder gewalttätig. Und als man ins All vorstieß, hat man neue Feinde gefunden. Q behauptet, er müsse etwas vorbereiten und dass man sich bald wieder sehe. Er verschwindet daraufhin. Troi berichtet, dass dies entweder eine sehr fortschrittliche Lebensform ist, oder etwas völlig anderes als die Menschen, ausgestattet mit übermächtigen Geisteskräften.

Picard schlägt vor, dass man die Untertassensektion abtrennen könne, um Q zu verwirren. Doch zunächst versucht man zu flüchten. Die Enterprise beschleunigt bis Warp 9.8, Q kann sie immer noch verfolgen und sogar einholen, da er schneller ist. Worf erhält das Kommando der Untertassensektion, während sich Picard, Troi, Data, O'Brien und Tasha Yar, die für die Sicherheit an Bord der Enterprise verantwortlich ist, auf der Kampfbrücke der Antriebssektion zusammenfinden. Alle Familien werden in die Untertassensektion evakuiert. Picard lässt einige Photonentorpedos abfeuern und leitet dann die Trennung des Schiffes ein. Alles funktioniert tadellos. Die Torpedos sind aber wirkungslos. Picard lässt senden, die Enterprise kapituliert.

 

Das Kraftfeld erscheint erneut. Plötzlich befinden sich Picard, Tasha, Troi und Data in einem Gerichtssaal. Data erkennt ihn wieder, er stammt aus der postatomaren Schreckenszeit des 21. Jahrhunderts.

   

FAKTEN

Regie:

Corey Allen

 

Buch:

D.C. Fontana

Gene Roddenberry

 

Musik:

Dennis McCarthy

 

Produktionsnummer:

721 / 101

 

Episodennummer:

1x01

 

Sternzeit:

41153.7

 

Kommentare:

Der Mächtige


DVD:
Vol. 1.1 \ Disc 1

 

GASTROLLEN

John de Lancie

Q

 

Michael Bell

Verwalter Zorn

 

Colm Meaney

Miles O'Brien

 

Cary-Hiroyuki Tagawa

Gerichtsdiener Mandarin Baliff

 

Timothy Dang

Brückenwache

 

David Erskine

Bandi Verkäufer

 

Evelyn Guererro

junger weiblicher Fähnrich

 

Chuck Hicks

Militär-Offizier

 

Jimmy Ortega

Lt. Torres

 

DeForest Kelley

Admiral Leonard McCoy

 

Phil Fondacaro

Glockenläuter

Troi warnt, dass dies alles keine Illusion ist. Da erscheint der Richter: Es ist Q. Er verspricht, dass den Gefangen kein Leid zugefügt wird, bis ihre Schuld erwiesen sei. Sie stehen unter Anklage wegen schwerwiegender Vergehen. Data behauptet, dass kein Volk für das bestraft werden kann, was die Vorfahren verbrochen haben. Tasha beschwert sich über die Vorgehensweise des Gerichts und wird prompt von Q mit einem Figerschnippen eingefroren. Picard erinnert Q an sein Versprechen, er solle sich an die Regeln halten. Da taut Q Tasha wieder auf.

 

Q klagt die Menschheit an, sie wären eine ungewöhnlich wilde Rasse. Er überreicht Picard ein Padd mit allen Anklagepunkten. Picard soll sie dem Gericht vorlesen, doch er sieht keine Punkte auf dem Padd, die ihn betreffen könnten. Da befiehlt Q den Soldaten zu schießen, wenn Picard sich nicht schuldig bekennt. Picard bekennt sich schuldig, unter Vorbehalten.

 

Der Captain der Enterprise verlangt ein faires Verfahren. Er möchte einen Test und somit beweisen, dass die Behauptung Qs nicht auf die heutige Menschheit zutrifft, denn man hat sich weiterentwickelt. Damit ist Q einverstanden. Er meint, dass Farpoint Station ein exzellenter Test sein wird. Er glaubt nicht dass Picard klug genug ist, diese Prüfung zu bestehen.

 

Plötzlich befindet sich die Crew wieder auf der Kampfbrücke, noch immer mit Kurs auf Deneb IV, Richtung Farpoint Station. Jean-Luc Picard ist bereit, sich dem Test zu stellen.

 

 

 
 

BEWERTUNG

Der Pilotfilm zu "Star Trek: The Next Generation" wirkt holperig inszeniert, und die gähnende Langeweile wird leider meist nur durch unfreiwillige Komik unterbrochen. Während die Folge noch kurzweilig beginnt, so wird sie nach Qs Verschwinden völlig uninteressant. Als Picard am Ende der Episode seine Überzeugung äußert, die meisten bevorstehenden Abenteuer würden sicher viel interessanter ausfallen, ist man geneigt, ihm zuzurufen. Der große Erfolg von "Der Mächtige" beweist daher, dass das "Star Trek"-Konzept wirklich unverwüstlich ist, und dass der Zuschauer damals nach Science Fiction mit guten Spezialeffekten ausgehungert war.

 

Nichtsdestotrotz gibt es in der Rückschau doch einiges, das diese Episode im Nachhinein aufwertet. So sieht man gleich in den ersten Minuten O'Brien an der Steuerkonsole der Kampfbrücke sitzen, ein Gastauftritt, dem man nun eine ganz andere Bedeutung beimisst. Witzigerweise heißt der Offizier, den Q bereits im Teaser vereist, Torres; ob er wohl mit B'Elanna verwandt ist? Daran sieht man: Heute macht bei "Farpoint Station" vor allem Spaß, die Elemente herauszufischen, die später eine damals ungeahnte Rolle spielen würden, und solche, die später nie wieder Erwähnung fanden. Denkt man sich diese Elemente weg, kann man sich vorstellen, wie endlos fade der "Next Generation"-Pilotfilm im Vergleich zu der Classic-Serie gewirkt haben muss, und wie massiv er damals den eingeschworenen Classic-Fans und Skeptikern Auftrieb verschaffte.

 

Die meisten der im Pilotfilm angesprochenen Unterhaltungs- und Freizeiträume wurden später nie wieder angesprochen. In den Spin-Offs "Star Trek: Voyager" und "Star Trek: Enterprise" wurden die Schiffe dann immer kleiner. Auch wirkt die Enterprise in "Der Mächtige noch deutlich exotischer, die Passagiere tragen hier noch ausgefallene Gewänder, und man sieht einen hohen Anteil an Aliens. In späteren Episoden wurden sogar die Uniformen vereinheitlicht, nacktes Beinkleid war kurz darauf gar nicht mehr zusehen.

 

Besonders bemängelt wurde am Pilotfilm die Darstellerleistung, ein Vorwurf, der nicht ganz gerechtfertigt erscheint. Das Problem scheint eher, dass die Darsteller ihre Rollen, sei es durch falsche Regieanweisung oder durch eine fehlgehende Interpretation des Drehbuchs, nicht ganz so spielen, wie sie wohl gemeint waren. Patrick Stewart wirkt sehr energisch, während seine Texte eher zurückhaltend und überlegt wirken. Das lässt Picard zu Beginn nicht sonderlich sympathisch erscheinen.

 

Data bewegt sich zum Teil ein wenig zu ruckartig. Marina Sirtis stand offenbar völlig im Regen bei der Darstellung von Emotionen, die sie offenbar nicht nur empfängt, sondern durchlebt. Die größten Probleme aber hatte wohl der Regisseur, der nicht so recht wusste, wie er Spannung in ein Geschehen bringen sollte, bei dem die Figuren meist nur sitzen oder auf der stets gleichen Position verharren. Also forderte er die Darsteller offenbar auf, besonders gebannt auf irgendwelche Bildschirmgeschehen zu starren, um die Situation dramatisch erscheinen zu lassen. Es wirkte aber eher lächerlich, wenn die Charaktere bei einer simplen Ankoppelung der Untertassensektion ein Gesicht aufsetzen, als habe das letzte Stündchen geschlagen. Hinzu kam, dass die geschnittenen Szenen in der Nachbearbeitung nicht hinreichend gekürzt wurden.

 

Bob Justman erklärte später in Interviews, es sei schwer gewesen, die angestrebten 90 Minuten zu erreichen, weshalb "Der Mächtige/Mission Farpoint" nicht so schnell geschnitten werden konnte, wie man es eigentlich gerne gehabt hätte. Genau diesen Eindruck hinterlässt dieser TV-Film: Er wirkt wie eine Rohfassung, die noch einmal hätte überarbeitet und beschleunigt werden müssen.

Etliche Szenen sind dann auch zu lächerlich, sie hätten von keinem Darsteller gerettet werden können. Als Picard zum Beispiel auf der Kampfbrücke befiehlt, Deanna solle Q in allen bekannten Sprachversionen die Kapitulation übermitteln, wiederholt Deanna die Anweisung: "Aye Sir, Kapitulation, in allen bekannten Sprachversionen!" Später kamen diese Befehlswiederholungen nicht mehr vor. (Das mit den Sprachversionen scheint besonders wichtig, es könnte ja sein, dass Q seine perfekten Englischkenntnisse, die er kurz zuvor auf der Brücke präsentierte, wieder vergessen hat.)

 

Überhaupt legen alle Figuren ein verblüffend unprofessionelles, beinahe lächerlich unreifes Verhalten an den Tag. Tasha gibt einmal sogar zu, ohne Nachdenken gesprochen zu haben, Deanna ist permanent verängstigt, Beverly schleicht mit ihrem Sohn auf die Brücke, Data verhält sich so, als habe er zuvor noch nie mit Menschen zu tun gehabt und Picard beichtet seinem ersten Offizier, dass er sich im Beisein von Kindern unbehaglich fühlt, eine verzeihliche, aber auch ein bisschen arg dämliche Schwäche. (Es wurde im Verlauf der Serie immer wieder behauptet, wirklich zu bemerken war davon jedoch nie etwas, im Gegenteil, Picard verhielt sich bei Kindern meist sehr geschickt und einfühlsam. Im ersten Kinofilm besuchte Picard den Nexus, wo er sich nach seinen Wünschen und Begierden eine perfekte Welt erschuf: Er wählte eine Kinderweihnachtsfeier, mit Karussell und Spielsachen!)

 

Angeblich wurde das Drehbuch umgeschrieben, als Paramount einen 90minütigen Auftakt für die Serie wollte. Das Geschehen um "Der Mächtige/Mission Farpoint" hätte eine eigene Folge bilden sollen, später wurden von Gene Roddenberry die Szenen mit Q hinzugefügt, in denen einiges über die Geschichte des 21ten Jahrhundert verraten wurde. Das Problem scheint nicht, dass hier zwei Handlungen vermischt wurden; das klappte sogar ganz gut. Dumm war nur, dass die "Der Mächtige/Mission Farpoint"-Geschichte so missraten war. Man kann also froh sein, dass der Auftritt von Q noch hinzugefügt wurde.

 

Verblüffend ist aber, dass jeder Figur bereits im Pilotfilm eine Hintergrundstory verpasst wurde, ein Element, dass für "Star Trek" neu war. Sowohl Picard und Dr. Crusher als auch Troi und Riker verband eine konfliktreiche Vergangenheit, ein Grundelement, das bei einer Serie, die auf Konflikte zwischen den Figuren verzichtet, verwunderlich ist. Entsprechend spielte es aber meist keine Rolle, und innerhalb der Serie verharrten die Figuren in dieser Situation, ohne sich einander näher zu kommen oder sich voneinander weiter zu entfernen.

 

 

 

 
   

AUSSTRAHLUNGSDATEN

 

 
Encounter at Farpoint 28.09.1987
 

 
Der Mächtige 07.09.1990 ZDF
 

 
Mission Farpoint 01 / 1988
 

 
Rendez-vous à Farpoint / Le Mystère Farpoint 10.12.1996 -
 

 
Incontro a Farpoint 27.06.1991 Italia Uno
 

 
Encuentro en Farpoint 08.07.2003 Canalstar
 

 
Encontro em Longínqua - -
 

 
Michi eno Hishou - -
 

 
未知への飛翔 - -
 

 
Gorsza rasa / Spotkanie na ekstremum - -
 

 
Střetnutí na Farpointu 29.09.1994 Česká televize
 

 
Encuentro en Farpoint - -
 

 
Encuentros Lejanos 1988
 

 
Встреча в "Далекой точке" - -
 

 
Trobada a Farpoint - -
 

 

 

 

 

 
   

FEHLER

Deanna sagt: "Captain, ich empfange Gedanken." Das kann sie als Halbbetazoidin gar nicht, wie sie dann auch in "Mission Farpoint" gegenüber dem Verwalter erwähnt: "Ich bin nur in der Lage, starke Gefühle zu empfangen."

 

 
    Im deutschen Abspann wird Colm Meaney als "Lt. Conn" anstatt als "O'Brien" aufgeführt.
 
 
    Viele Türen an Bord der Enterprise standen ohne erkennbaren Grund offen. Ganz besonders deutlich ist dies am Ende der Folge zusehen, als sich Data mit Admiral McCoy unterhält.
 
 
    Die Kulisse vom Turbolift zur Kampfbrücke scheint nicht ganz fertig zu sein. Da dieser Turbolift nie wieder von innen gezeigt wird, ist anzunehmen, dass er nie fertig gestellt wurde. Außer in der Episode "In der Hand von Terroristen", wo er immer noch nicht nach Turbolift aussieht. Ein zweiter Turbolift (im Bild rechts) auf der Kampfbrücke befindet sich im fertigen Zustand. Möglicherweise hat es auch mit der Aufschrift "Emergency Turbo" zutun. Also ein besonders schneller und somit weniger geräumiger Turbolift.
 
 
    Der Maschinenraum war noch nicht ganz fertig: Die Computer an den Wänden und der Tisch fehlten. Die Leiter nach oben fehlt. Die halbe Kulisse war offen und führte in irgendwelche Gänge, durch die sogar Leute durch den Maschinenraum laufen. Gene Roddenberry hat laut Okuda schnell noch eine Szene für den Maschinenraum geschrieben, damit er überhaupt noch gebaut wird, damit er später in der Serie öfters benutzt werden kann, deshalb hatte man nicht genug Zeit, um diesen fertig zu bauen.
 
 
    Übersetzungsfehler: In der DVD-Version wird in der nachsynchronisierten Szene Geordis VISOR fehlerhaft mit "Visir" übersetzt.
 
 

 

 

 

 

 
 

ZUSAMMENHÄNGE

TNG & DS9 & VOY | Verschiedene Episoden

Q wird uns noch in einigen "The Next Generation"-, "Deep Space Nine"- sowie "Voyager"-Episoden auftauchen und den Crews der Raumschiffe bzw. Station den letzten Nerv rauben:

- Mission Farpoint

- Rikers Versuchung

- Zeitsprung mit Q
- Noch einmal Q
- Gefangen in der Vergangenheit

- Eine echte Q

- Willkommen im Leben nach dem Tode
- Gestern, Heute, Morgen
- Q - unerwünscht (DS9)
- Todessehnsucht (VOY)
- Die Q-Krise" (VOY)

- Q2 (VOY)

 

 

 

 

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Erstellt: 02.01.04

Update: 26.02.11

 

 

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