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Die Erste Direktive


Die Vereinte Föderation der Planeten ist eine friedliche Koalition Weltraumreisender Zivilisationen. Ihre Erste Direktive soll weniger fortschrittliche Prä-Warp-Gesellschaften vor äußeren Einflüssen schützen, die sich nachteilig auf deren natürliche Entwicklung auswirken könnten.


2268 gibt Kirk dem Hügelvolk auf Tyrees Planeten´ Steinschlossgewehre. Er hofft den Schaden durch die Klingonen zu begrenzen - sie haben einem rivalisierenden Stamm ähnliche Waffen geliefert.

Die Vereinte Föderation der Planeten unterwirft sich einem strengen Regelwerk selbst auferlegter Richtlinien, die Ordnung und Frieden innerhalb ihrer Grenzen aufrechterhalten sollen, wie es sich in einer humanen Zivilisation gehört. Am wichtigsten ist die Allgemeine Starfleet-Order Nr. 1, auch Erste Direktive genannt. Diese Leitlinie ist vor allem für die Captains und Crews der Starfleet-Forschungsschiffe bedeutsam. Darin wird festgelegt, dass sie auf keinen Fall in die natürliche Entwicklung von Zivilisationen eingreifen dürfen, die den Weltraum noch nicht mit Warp-Geschwindigkeit bereisen können. Sobald eine Gesellschaft in dieses entscheidende Entwicklungsstadium eintritt, gilt sie als bereit für einen Erstkontakt. Erst danach kann die Spezies auch Mitglied der Föderation werden.

Leitfaden für Captains

Die Effizienz der Ersten Direktive als Schutz für sich entwickelnde Prä-Warp-Zivilisationen vor äußeren Einflüssen und Ausbeutung ist nicht zu unterschätzen, doch es sind auch mehrere Übertretungen dokumentiert. Dennoch bleibt die Direktive die entscheidende Richtschnur, an der Raumschiff-Captains sich bei ihren Entscheidungen orientieren müssen. Die Erste Direktive trat leider zu spät in Kraft, um die allerersten Einmischungen in andere Kulturen zu verhindern. Die U.S.S. Horizon NCC-176 der Daedalus-Klasse z. B. richtete im 22. Jahrhundert auf dem Planeten Sigma Iotia II irreparable Schäden an. Sie störte die natürliche Entwicklung der Einheimischen, indem sie sie das Buch „Chicago-Gangsterbanden der Zwanziger" zurückließ. Die Sigma lotier standen am Beginn der Industrialisierung. Beobachter hatten sie als Volk mit großem Einfallsreichtum beschrieben. Doch in den 100 Jahren, die zwischen dem Besuch der Horizon und dem Eintreffen der U.S.S. Enterprise NCC-1701 liegen, diente das Buch aus den 1920er-Jahren der Erde als Vorlage für ihre Gesellschaft und verändert ihre Evolution grundlegend. Die Vereinte Föderation der Planeten ist der Ansicht, dass die Erste Direktive unbedingt befolgt werden sollte, sogar auf Kosten eigener Raumschiffe und ihrer Crews. Aber es gab Umstände, in denen diese Vorschrift im Glauben ignoriert wurde, dass ein weiteres Einmischen die natürliche Ordnung einer fremden Gesellschaft wieder herstellen und der bereits angerichtete Schaden wieder gutgemacht werden würde. Beispielsweise beschließt Captain James T. Kirk dem Hügelvolk auf Tyrees Planeten Steinschlossgewehre zu geben und versucht so, das Gleichgewicht der Kräfte zu erhalten, nachdem die Klingonen ein Nachbardorf mit ähnlichen Waffen versorgt haben. Kirk rechtfertigt seine Taten auf Tyrees Planeten, indem er sein Dilemma mit den irdischen Dschungelkriegen im Asien des 20. Jahrhunderts vergleicht: Zwei Großmächte waren in den Krieg verwickelt und keine davon wollte aufgeben.

Schwere Bedenken

Dr. Leonard McCoy warnt den Captain, dass er Tyrees Planeten in einen schrecklichen Bürgerkrieg hineinzieht. Leider kann die Order Nr. 1 der Starfleet nicht auf Nichtmitglieder wie die Klingonen angewendet werden. Diese mischen sich in primitive Gesellschaften ein oder erobern und plündern sie aus. Kirk meint keine andere Wahl zu haben. Kirk setzt sich oft über die Erste Direktive hinweg. Aber er rechtfertigt seine Handlungsweisen damit, dass diese Übertretungen nicht schlimmer seien als die gegenwärtige Lage mancher Kulturen. Auf Gamma Trianguli VI etwa zerstört er den despotischen Maschinengott Vaal; auf dem Planeten Ekos stürzt Kirk die den Nazis nachempfundene Diktatur, die der Föderations-Soziologe John Gili unüberlegt aufgebaut hatte.

Unerkannt

Die Erste Direktive verlangt Prä-Warp-Zivilisationen nicht zu beeinflussen. Aber der Föderationsrat sieht ein, dass viele Kulturen von wissenschaftlichem Interesse sind. Daher hat die Starfleet zwei Beobachtungsmethoden entwickelt, die diese Völker kulturell nicht beeinträchtigen. Die unaufdringlichste und geeignetste Methode für das Studium einer dicht bevölkerten Gegend besteht darin, dass Starfleet-Offizie sich verkleiden und manchmal auch chirurgisch verändert werden, um sich unerkannt unter der fremden Spezies bewegen zu können. Dieses Verfahren wird angewendet, als Commander William T. Riker von der U.S.S. Enterprise NCC-1701-D auf die Entwicklungswelt Malcor 111 beamt, um die Reaktion der Malcorianer auf einen möglichen Erstkontakt zu erforschen. Riker wird jedoch während eines Aufruhrs verletzt. Interne Scans im Sikla-Klinikum zeigen seine eigentliche menschliche Physiologie. Ähnlich benutzt der kulturelle Beobachter der Föderation Nikolai Roshenko, der Adoptivbruder von Lt. Worf von der Enterprise, chirurgische Veränderungen, um das Volk von Boraal II zu studieren. Als der Planet von plasmonischen Reaktionen betroffen ist, missachtet Roshenko die Erste Direktive, indem er einen Energieschild zum Schutz der Dorfbewohner errichtet. Captain Picard weigert sich einzugreifen und die vorindustriellen Dorfbewohner noch länger zu schützen. Daher transportiert Roshenko die gesamte Dorfbevölkerung heimlich in eine Holodeck-Nachbildung ihrer Welt, um sie zu retten. Ein Boraalaner entkommt versehentlich dem Holodeck und begeht Selbstmord, als er entdeckt, dass er an Bord eines Raumschiffes ist. Die übrigen Dorfbewohner wissen nichts von der heiklen Operation, durch die sie auf eine neue Welt gelangen. Komplexere Missionen umfassen die Einrichtung einer holographisch getarnten Beobachtungsstation. Im Jahr 2366 wird z. B. auf Mintaka III ein solcher Posten gebaut. Ein holographischer Generator der Station versagt jedoch, wodurch die Mintakaner die Station entdecken. Die Situation wird brenzlig, als sie Captain Picard für den Behüter halten, eine Gestalt aus ihrer Mythologie. Sie zwingen ihn, die Erste Direktive zu verletzen und sie über ihre wahre Situation aufzuklären. Die Mintakaner wissen nun, dass es Leben außerhalb ihrer Welt gibt, aber es bleibt abzuwarten, ob dies negative Einflüsse auf ihre natürliche soziale Entwicklung hat.

 

 

 

 

 

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